Allium carinatum ssp. carinatum L.  Bestimmung kommt von: A0 

Gewöhnlicher Gekielter Lauch (Unterart)

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Art: Allium carinatum - Gekielter Lauch

Merkmale

Laubblätter:
  • 2-4 mm breit
Blütenstand:
  • mit Brutzwiebeln und t 0-30 Blüten
Blütenstiel:
  • 4-6mal so lang wie die Blüten
Blüten:
  • meist unfruchtbar
Frucht:
  • selten mit entwickelte Samen
Brutzwiebeln:
  • grün
Chromosomen:
  • 2n = 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 24 (manchmal mit 1-3 B-Chromosomen), 25, 26

Standort

Substrat:
  • auf Lehm und Kies
  • trocken oder wechseltrocken
  • nährstoffarm
Klima:
  • kollin - montan - subalpin
Verbreitung:
  • Europa
  • Schweiz: in allen Kantonen zerstreut
  • Österreich: zerstreut in allen Bundesländern
Gesellschaft:
  • Äcker, Wegränder, Gebüsche, Magerwiesen oder lichte Föhrenwälder
  • Bromion erecti
    Kalk-Halbtrockenrasen
  • Molinion caeruleae
    Wechselfeuchte Pfeifengraswiesen
Kennzahlen:

Synonym

  • Allium carinatum ssp. asperum (G.Don) K.Richt.
  • Allium carinatum ssp. violaceum (Nyman) K.Richt.
  • Allium carinatum var. asperum (G.Don) Nyman
  • Allium carinatum var. consimile (Jord. ex Gren. & Godr.) Nyman
  • Allium carinatum var. flexum (Waldst. & Kit.) Nyman
  • Allium carinatum var. violaceum Nyman
  • Allium asperum G.Don
  • Allium consimile Jord. ex Gren. & Godr.
  • Allium denticulatum Kit.
  • Allium flexum Waldst. & Kit.
  • Allium flexum var. flexifolium (Jord. ex Gren. & Godr.) Jauzein & J.-M.Tison
  • Allium foetidum Willd.
  • Allium monserratense Pourr. ex Willk. & Lange
  • Allium montenegrinum Beck & Szyszyl.
  • Allium paniculatum var. violaceum (Willd.) Trevir.
  • Allium pratense Schleich. ex Kunth
  • Allium violaceum Willd.
  • Codonoprasum consimile (Jord. ex Gren. & Godr.) Fourr.
  • Codonoprasum flexifolium (Jord. ex Gren. & Godr.) Fourr.

Systematik

  • Die Flora Gallica teilt die Unterart in drei als eigenständigte Arten aufgefasste Sippen auf:

Allium carinatum L.

  • Perigon purpurrosa bis schmutzig violett, mit einem deutlich abgesetzten, bräunlichen Mittelstreifen, Spitze wenig nach innen gebogen
  • Staubblätter überragen die Perigonblätter bühend um mindestens 2 mm, sind aber weniger als 2mal so lang wie diese
  • Fruchtknoten zur Blütezeit 1,3-1,6mal so lang wie breit
  • bildet (fast) keine Früchte
  • triploid

Allium consimile Gren.

  • Perigon matt hellrosa, mit einem deutlich abgesetzten, bräunlichen Mittelstreifen, Spitze gerade, nicht nach innen gebogen
  • Staubblätter überragen die Perigonblätter bühend um 1,5-2 mm
  • Fruchtknoten zur Blütezeit über 1,6mal so lang wie breit
  • bildet regelmässig Früchte
  • tetraploid

Allium flexum Waldst. & Kit.

  • Pollen missgestaltet
  • Stängel aufsteigend, wenig oder nicht bläulich bereift
  • mit 0-5 Blüten
  • Staubblätter voll ausgewachsen über 2mal so lang wie die Perigonblätter
  • Perigon kräftig rosa mit einem +- gleichfarbenen oder etwas dunkler purpurnen Mittelstreifen, Spitze meist nach innen gebogen
  • Fruchtknoten zur Blütezeit weniger als 1,3mal so lang wie breit
  • bildet (fast) keine Früchte
  • triploid
  • häufiger in vom Mensch beeinflussten Umgebungen (Wegränder, Waldschläge, Hecken)
  • Diploide und triploide Pflanzen wachsen nebeneinander. Möglicherweise bilden triploide Pflanzen sich spontan aus diploiden. In Kultur entstanden aus triploiden Pflanzen manchmal auch wieder diploide. Ob sich die obige Unterteilung rechtfertigen lässt, ist daher fraglich. Weitere Untersuchungen sind nötig. - Vgl. Hess (1976ff) mit weiterführender Literatur

Literatur